DAV SEKTION RINGSEE e.V.
INGOLSTADT

Bergwandern/Bergsteigen

Das Sommerprogramm Wandern und Bergsteigen 2021 im Detail

Aktuelle Termine mit Alpinschule Pustertal

Liebe Bergfreunde,

wir möchten unser Bergsportangebot für euch erweitern und organisieren mit der Alpinschule Pustertal Ausbildungskurse und anspruchsvolle Touren. Die Sektion Ringsee organisiert und koordiniert Angebote, Fahrgemeinschaften und bei Bedarf die Unterkunft. Die erfahrenen Bergführer der Alpinschule sind für die Durchführung der Kurse und Touren verantwortlich. Die Honorarabrechnung erfolgt ausschließlich über die Alpinschule. Diese behält sich im Rahmen der allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, eine Anzahlung zu verlangen. Lassen Witterung oder Verhältnisse die geplante Tour nicht zu, entstehen selbstverständlich keine Stornierungskosten.

NEUE TERMINE FOLGEN!

Hochtouren für Anfänger

Lerninhalte: Ausrüstung und Materialkunde, sicheres Gehen mit Steigeisen und Pickel, Gletscherseilschaft, Knotenkunde, Standplatz bei Firn und Eis, Notfälle meistern, Spaltenbergung, Rutschversuche, Tipps und Tricks zur selbständigen Tourenplanung

Leistung: Bergführer für alle Kurstage

Hochtourenkurs für Fortgeschrittene

Lerninhalte: Ausrüstung und Materialkunde, Klettern im Vor- und Nachstieg, richtiges Sichern, Kletterkunde, Knotenkunde, Standplatzbau, Sicherungstechnik, Zwischensicherung und Abseiltechnik, Gletscher- und Zweierseilschaften

Voraussetzung/Kondition: Klettererfahrung, Grundkenntnisse Seiltechnik, Gehen mit Steigeisen, sehr gute Kondition

Leistung: Bergführer für alle Kurstage

Alpinkletterkurs für Anfänger

Lerninhalte: Materialkunde, Klettertechnik, Knotenkunde, Klettern im Vor- und Nachstieg, Sicherungstechnik

Voraussetzungen: Klettererfahrung Halle/Klettergarten 5. Schwierigkeitsgrad

Leistung: Bergführer für alle Kurstage

 

Verantwortlicher Anbieter: Alpinschule Pustertal, Bahnhofstr. 2, I-39035 Welsberg, www. alpinschule.com

 

walter.merkel@dav-ringsee.de oder merkel.me@t-online.de

Telefon 0841/76953 oder 0171/8153345

       

01.07.2022 -03.07.2022
Hochtouren/Hochtour Ötztal/Kettner

Beschreibung:

Hochtourenwochenende im Ötztal.

Anforderungen:

  • Kondition für 1500 hm und 10h Gehzeit
  • Trittsicherheit und Schwindelfreit im Ausgesetzten Gelänge bis in den guten I Grad

Notwendige Ausrüstung:

Klettergurt, Helm, Bergschuhe (B/C, C), Steigeisen, Pickel, 3 Schraubkarabiner, 2 Schnappkarabiner, 1x120cm Bandschlinge, 2x Reepschnur (Länge: doppelte Körperlänge offen), Gletscherbrille, Gadarobe für alle Jahreszeiten
(genauere Durchsprache am Tourenabend)

Kosten:

  • 45€


Organisation:

  • Sebastian Kettner, sebastian.kettner@dav-ringsee.de
  • Anmeldung ab Infoabend Sektion Ringsee und Ingolstadt möglich
02.07.2022
Sonnjoch/Karwendel/Haertl

Durch den wilden Bährenlahner auf einen Charaktergipfel im Karwendel

Gehzeit: ca. 9 Std.

Höhenunterschied: ca. 1500 Hm

Kategorie: schwer!

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Nur für geübte und erfahrene Berggeher!
  • 9 Std. Gehzeit und 1500 Hm nur bei Erweiterung über Hahnkampl und Lamsenjochhütte!
  • Teilnahmebedingung: Bis auf Weiteres Nachweis eines negativen Corona-Schnelltests (max. 24 Std. alt), KEIN Selbsttest!
  • Die allgemeinen Empfehlungen des DAV zum Bergsport in Corona-Zeiten unter https://www.alpenverein.de/bergsport/aktiv-sein/bergsport-in-corona-zeiten_aid_34920.html sind zwingend einzuhalten!

Anmeldung: Bis spätestens 30.06.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

14.07.2022 -16.07.2022
Hohe Munde/Wettersteingebirge/Haertl

Die Überschreitung - Luftige Felskraxelei hoch über dem Inntal (3 Tage)

Gehzeiten: bis max. 8 Std. pro Tag

Höhenunterschiede: bis max. 1500 Hm pro Tag

Kategorie: schwer

Stützpunkte: Rauthhütte, 1600 m (privat); Gaistalalm, 1366 m oder Tillfußalm, 1366 m (beide privat)

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Nur für geübte und erfahrene Berggeher!
  • Weitere Auskunft bei Sebastian Haertl
  • Vorbehaltlich weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie.

Anmeldung: Bis spätestens 15.04.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

Achtung: Derzeit leider schon ausgebucht!

 

 

 

 

 

29.07.2022 -30.07.2022
Blaubergrunde - auf die Halserspitze und über den Blaubergkamm zum Schildenstein / Simak

Rund um die Blauberge

1. Tag - Anfahrt nach Kreuth, osteitig um die Halserspitze zur Gufferthütte - Übernachtung (2*4er Zimmer - Hüttenschlafsack erforderlich)

2. Tag - Aufstieg auf die Halserspitze 1862m und über den Blaubergkamm zum Schildenstein 1613m - Abstieg über die Königsalm nach Kreut - Rückfahrt

Gehzeit: ca. 4-6 Stunden / Tag

Höhenunterschied: 700-900 Hm / Tag

Kategorie: mittel, Trittsicherheit erforderlich

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 7 Teilnehmer / TN-Gebühr 5€
  • Die allgemeinen Empfehlungen des DAV zum Bergsport in Corona-Zeiten unter https://www.alpenverein.de/bergsport/aktiv-sein/bergsport-in-corona-zeiten_aid_34920.html sind zwingend einzuhalten!

Anmeldung: noch Plätze frei - Anmeldung bis 20.7. möglich - bitte per Telefon an Roger Simak - 0175-4398745

Anfahrt: in Fahrgemeinschaften mit Privat-Pkw

14.08.2022 -20.08.2022
Vom Plaun la Greina zum Piz Terri/Adula-Alpen/Haertl

Gerettetes Kleinod zwischen Hinterrhein und Surselva 

Vorbehaltlich weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie (ggf. Ausweichziel 14.08. bis 20.08.22 "Hochalpin in der Schobergruppe II - In die Westalpen des "kleinen Mannes"; Stützpunkte Lienzer Hütte und Wangenitzseehütte u. a. mit Besteigung des Petzecks 3283 m)

Gehzeiten: bis 8 Std. pro Tag

Höhenunterschied: bis max. 1200 Hm pro Tag

Kategorie: schwer

Stützpunkte (voraussichtlich):

Camona da Terri, 2170 m (SAC Piz Terri) (+ ggf. Capanna Motterascio, 2172 m (SAC Ticino), Capanna Scaletta, 2205 m (SAT Lucomagno)

Mögliche Gipfeltouren: Piz Terri, Piz Vial, Pizzo Corói

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Weitere Auskunft bei Sebastian Haertl

Anmeldung: Bis spätestens 30.04.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

 

 

27.08.2022
Schönalmjoch/Vorkarwendel/Haertl

Einsamer Gras- und Schrofenberg über Hinterriß

Gehzeit: ca. 7 Std.

Höhenunterschied: ca. 1200 Hm

Kategorie: mittelschwer

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Fakultative Besteigung der Fleischbank
  • Termin unter Vorbehalt!
  • Teilnahmebedingung: Bis auf Weiteres Nachweis eines negativen Corona-Schnelltests (max. 24 Std. alt), KEIN Selbsttest!
  • Die allgemeinen Empfehlungen des DAV zum Bergsport in Corona-Zeiten unter https://www.alpenverein.de/bergsport/aktiv-sein/bergsport-in-corona-zeiten_aid_34920.html sind zwingend einzuhalten!

Anmeldung: Bis spätestens 24.08.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

04.09.2022 -11.09.2022
Hochkünzelspitze und Braunarlspitze/Lechquellengebirge/Haertl

Rundtour durch das Lechqellengebirge über zwei Charektergipfel

Gehzeiten: bis max. 7 Std. pro Tag

Höhenunterschiede: bis max. 1200 Hm pro Tag

Kategorie: mittelschwer bis schwer

Stützpunkte: Biberacher Hütte, 1846 m (DAV-Biberach), Göppinger Hütte, 2245 m (DAV-Göppingen)

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Weitere Auskunft bei Sebastian Haertl
  • Vorbehaltlich weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie.

Anmeldung: Bis spätestens 30.05.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

 

 

 

 

 

17.09.2022 -18.09.2022
Klettersteig/Durchquerung Wilder Kaiser/Kettner

Leichte Klettersteige im Kaisergebierge

Eggersteig und Jubiläumssteig im Kaisergebirge

Vorraussetzungen:

  • Kondition für 1200 hm und 7h Gehzeit
  • Trittsicherheit im 1. Grad ohne Versicherung
  • Schwierigkeit Klettersteig A/B
  • Schwindelfreiheit

Ausrüstung:

  • Klettersteigset mit Bandfalldämper und noch innerhalb der Nutzungszeit
  • Klettergurt
  • Kletterhelm
  • Handschuhe

 

Kosten:

  • 30€

Organisation:

  • Sebastian Kettner, sebastian_kettner@web.de
  • Anmeldung ab Infoabend Sektion Ringsee und Ingolstadt möglich

 

25.09.2022 -28.09.2022
Speckkarspitze und Wilde-Bande-Steig/Karwendel/Haertl

Rundtour von Scharnitz über Hallerangerhaus und Pfeishütte

Gehzeiten: bis max. 7 Std. pro Tag

Höhenunterschiede: bis max. 1200 Hm pro Tag

Kategorie: schwer

Stützpunkte: Hallerangerhaus, 1768 m (DAV-Schwaben), Pfeishütte, 1922 m (ÖAV-Innsbruck)

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Nur für geübte und erfahrene Berggeher!
  • Weitere Auskunft bei Sebastian Haertl
  • Vorbehaltlich weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie
  • Zieländerung möglich!

Anmeldung: Bis spätestens 15.06.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

 

 

 

 

 

14.10.2022
Bergtour/Treffauer u. Tuxegg/Wilder Kaiser

Rassige Überschreitung im Kaiser

Überschreitung von Treffauer u. Tuxegg.

Anforderungen:

  • 1600 Hm Aufstieg u. 10h Gehzeit
  • Sicheres Gehen im 1. Grad ohne Seilsicherung

Ausrüstung:

  • Kletterhelm
  • Klettergurt
  • Bergschuhe

 

Kosten:

  • 10€

Organisation:

  • Sebastian Kettner, sebastian_kettner@web.de
  • Anmeldung ab Infoabend Sektion Ringsee und Ingolstadt möglich
15.10.2022
Hirschgröhrkopf/Tegernseer u. Schlierseer Berge/Haertl

"Klein - aber oho!"

Gehzeit: ca. 6 Std.

Höhenunterschied: ca. 800 Hm

Kategorie: schwer

Hinweise:

  • Teilnehmerbegrenzung auf max. 4 Teilnehmer
  • Teilnahmebedingung: Bis auf Weiteres Nachweis eines negativen Corona-Schnelltests (max. 24 Std. alt), KEIN Selbsttest!
  • Die allgemeinen Empfehlungen des DAV zum Bergsport in Corona-Zeiten unter https://www.alpenverein.de/bergsport/aktiv-sein/bergsport-in-corona-zeiten_aid_34920.html sind zwingend einzuhalten!

Anmeldung: Bis spätestens 12.10.2022 per E-Mail bei Sebastian Haertl (sebastian.haertl@dav-ringsee.de); Es gilt das "Windhund-Prinzip"!

 

  • Alle von der DAV Sektion Ringsee angebotenen Bergtouren werden von ehrenamtlich tätigen und vom DAV geprüften Wanderleitern, und Fachübungsleitern eigenverantwortlich durchgeführt.
  • Bei allen angebotenen Touren handelt es sich um offizielle Touren (Führungstour:FT) der Sektion mit entsprechendem Versicherungsschutz.
  • Die telefonische oder schriftliche (Email) Anmeldung erfolgt direkt bei dem/der jeweiligen Führer/in.
  • Mit der Anmeldung ist eine Anmeldgebühr von 5,00 an den/die jeweilige/n Führer/in zu leisten. 
  • Die TN.Gebühr beträgt in der Regel 10,00 pro Tag und wird im Rahmen der geltenden Honorarordnung der DAV Sektion Ringsee festgelegt. Die Anmeldegebühr wird auf die TN-Gebühr angerechnet. Über die tatsächliche Höhe der TN-Gebühr entscheidet der/die jeweilige Führer/in, je nach Dauer der Gesamttour, Anzahl der TN und der entstehenden Gesamtkosten der Unternehmung.
  • Ein Rücktritt von der verbindlich gebuchten Tour ist nur in begründeten Ausnahme-Fällen möglich. (Insbesondere schlechtes Wetter ist kein Rücktrittsgrund!). 
  • Über die Teilnahme an einer Tour bzw. die Durchführung der Tour entscheidet ausschließlich der/die Tourenführer/in in eigener Verantwortung. Bei Absage der Tour durch den/die Tourenführer/in wird die Anmeldegebühr selbstverständlich zurückbezahlt.

Andrea Anzalone

Eichinger Suanne

 

Fitzner Harald

 

Mail: harald.fitzner@dav-ringsee.de

Haertl Sebastian

Trainer C Bergwandern / DAV-Wanderleiter

Mail: sebastian.haertl@dav-ringsee.de

Kaufmann Michael

FÜL Bergsteigen

Tel: 0841/8817309

Mail: michael.kaufmann@dav-ringsee.de

Kettner Sebastian

Trainer C Bergsteigen

Mail: sebastian.kettner@dav-ringsee.de

Kleine Ulrike

FÜL Bergsteigen

Tel.: 0178-600 4326

mail: ulrike.kleine@dav-ringsee.de

Pöhler Ernst

DAV Wanderleiter

Tel: 0841/77354

Mail: ernst.poehler@dav-ringsee.de

Simak Roger

DAV Wanderleiter

Tel.: 0175/4398745

Mail: roger.simak@dav-ringsee.de

Waldmüller Wolfgang

Tel.: 0804/29788601

2021 – Rückblick auf ein besonderes Jahr

 

Im Dezember, alle Jahre wieder,

Schreibt man diese Zeilen nieder,

Wie’s in den Vormonaten ergangen,

In alpinistischen Belangen.

 

Gar als kleine Tradition,

Wurde es bezeichnet schon

So die ganze Geschicht‘,

Auch heuer verfasst als Gedicht.

 

Wie 2020 ward‘ zerronnen,

So 2021 hat begonnen.

Corona allerorten,

Braucht keiner Erklärung mit viel Worten.

 

Verworfene Pläne stapelten sich zum Stoß,

Mit DAV-Touren war einfach nichts los.

Endlich im Juli dann, starteten wir groß,

Mit einer 4-Gipfel-Tour ganz famos!

 

Ein Kopf, eine Platte und zwei Wände,

Sprachen durchaus alpine Bände,

Brauchten wir zu Hilfe auch die Hände.

 

In der zweiten Etage, vis-à-vis zum Wendelstein,

Genießt man den Fernblick oft allein.

Ein paar Höhenmeter waren’s schließlich schon,

Die Einkehr an der Wirtsalm wohlverdienter Lohn.

 

Auflagen hin, Auflagen her,

Verleideten sommers den Hüttenaufenthalt sehr.

Die großen Gipfel uns nicht beschieden,

Wir gaben uns mit Tagestouren zufrieden.

 

Raue Pfade und schrofige Grate,

Standen im August uns Pate.

Auf Schellschlicht und Bayerkarspitz‘,

Mit ausgefeilter Taktik ohne Donner und Blitz.

 

Im September, wieder sollt‘ es nicht sein,

Eine Wanderwoche im Lande Krain.

Schnell musste eine Alternative her,

Das Allgäu gefiel uns dazu sehr.

 

Kost und Logis im Tal,

Das Wirtshaus als Nachbar – wie ideal,

Jeden Tag woanders hinauf,

So nahm die Woche rasch ihren Lauf.

 

Vom Nagelfluher Herrgottsbeton

Zum wilden Hirschbach-Cañon,

Vom Piesenkopf und baazig‘ Hochmooren

Zum zerklüfteten Sorgschrofen und Felsentoren.

 

Vom Besler, dem Alpinen,

Zu Ponten und Bschießer, dem Verschrienen,

Im schwelgenden Blick zurück,

Dankbar für ein gleichwertiges Glück.

 

Herbstlich frisch war’s im Oktober,

Brauchte es schon den dicken Pullover.

Doch beeindruckte tief die Natur

Auf unserer Oberpfalz-Tour.

 

Burg Leuchtenberg grüßt hoch oben thronend,

Die Täler von Waldnaab und Pfreimd recht lohnend.

Umrankt von bizarren Felsgebilden,

Exkursionen in sagenumwobenen Gefilden.

 

Wasser, Stein, verwunschene Wälder – so viel Natur,

Ein Muss ist auch ein wenig Kultur.

Das Namensrätsel von „Vohenstrauß“ – selbst den Etymologen ein Graus –

Lösten wir ebenso nicht,

Lieber zünftig auf ein Zoigl - wohlgelegene Pflicht!

 

Einsam und still war’s am Wildbarren,

Drunten zur Leonhardifahrt die Menschenscharen.

Stimmungsvolles Sonne-Wolken-Spiel,

Obgleich der Kaiser grimmig und finster auffiel.

 

Am Bichlersee wir kräftesammelnd träumten,

Den farbenfrohe Wälder säumten.

Momente in einer Welt der Fantasie,

Der harten Realität damit entflieh‘.

 

Zuletzt am Bayerwald, am Breitenauriegel,

Hinterließen uns’re Schuhe ihre Siegel

Finstere Wälder, im mystischen Nebel,

Sogar der Winter war schon am Hebel.

 

Der erste Schnee, ein untrügliches Zeichen,

Dass der Herbst musst‘ in den Bergen weichen.

Was mag der Winter, das neue Jahr, wohl bringen,

Wenn wir noch immer mit der Pandemie ringen?

 

Kaum ist es zu wagen, Verbindliches vorherzusagen,

Bei all den gegenwärtigen Plagen.

Bleibt allein die Moral von der Geschicht‘,

Pragmatisch die Zuversicht:

 

Wenn’s ned wird‘ no schlimmer, a bisserl was geht immer!

Sebastian Haertl

 

 

 

2018 – Alles im Fluss   

Tourenrückblick 2018 von Sebastian Haertl

 

Aller Jahre Ende, der DAV-Jahresbericht als Bürde

Der so manchen stellt vor eine große Hürde.

Frisch und bunt und interessant soll er sein –

Sonst ihn niemand lesen würde!

 

So probier‘ ich es aus mit einem Gedicht,

statt einer langen Geschicht‘.

Und wem es nicht gefällt,

sich besser im Hintergrund hält.

Sonst entfährt es meinem Rachen –

„Er soll selbst es besser machen!“

 

Was 2018 ganz besonders war –

ich weiß es nicht.

Viele einzigartige Stunden und Erlebnisse summieren sich über‘s Jahr

Die Höhepunkte darunter -

abhängig eines jedem ganz persönlicher Sicht.

Froh stimmt uns jedoch das Glück

Dass wir immer gesund und wohlauf sind zurück.

 

Der Winter machte sich über lange Zeit rar

Sodass an Eis und Schnee oft Mangel war.

Frühlingshaft im Januar ging’s los

Mit einer großen Rund‘ über die Riesenburg bei Doos.

In der Fränkischen Schweiz 26 km und 1029 Höhenmeter –

Ist durchaus sportlich und schafft nicht jeder.

 

Doch Zeit wurd’s zu gehen höher hinaus

Für’s Gebirg‘ holten wir dann die Schneeschuhe heraus.

Nieder‘ Bleick, Eibelkopf und Schwarzenberg hießen die Ziele

Die bewaldeten Alpenrandberge kennen nicht viele.

Das soll auch so bleiben

Daher will ich nicht zu viel davon schreiben!

 

Höhen, Höhlen und ein tiefes Wind(es)loch

Ende März begleitet uns in Franken der Winter doch.

Von Pommelsbrunn nach Hohenstadt, rauf und runter

Zunächst noch ganz munter.

Hinauf zur Geißkirche geht’s nicht mehr so locker

Und man freute sich in Eschenbach über den Wirtshaushocker.

Es stoßen bald die Krüge an – Zum Wohl! – es geht zurück mit der Bahn!

 

Im April an allen Ecken ein Triefen aus dem sumpfigen Schnee

Trotzdem war’s im Bayerwald schee!

Auch am Arber ist’s kein gemütlich Spazierengeh’n

Will man Spektakel an Rißloch- und Hochfällen seh’n.

 

Der Mai führt in den Chiemgau rein

Auf wildem Weg alleine sein – das ist fein!

Rudersburg, Karkopf und Hochscharten

Dort mit viel Natur aufwarten.

Dem Prinzregenten zu Ehren,

steigt man zum Frieder, dem hehren.

Wer gut 4 Stunden auf namentlichem Steige wandelt

Wird merken, um welch besonders Fleckerl es sich handelt.

Dem Fotografen sei empfohlen ein Stativ

Um einzufangen das fantastische Zugspitzmassiv.

 

Im Sommer gefallen die hohen Berge sehr

Also muss ein Dreitausender her, aber bitte nicht zu schwer.

Vor der Eisarena der Ötztaler Alpen zu wandern

Über Fundusfeiler und Wildgrat von der einen Hütte zur andern.

Namens Städte Ludwigsburg und Erlangen –

Kein unmögliches Unterfangen.

Wohl braucht’s gut Ausdauer, Wetter und sicherTritt

Sonst nimmt man bloß einen Gipfel mit!

 

Feucht und gewittrig im Julei

Das ist im Sommer so – ja mei …

Folglich lass das Kraxeln im Karwendel lieber sei‘.

Am Bärenlahner und Sonnjoch dann zu lang und zu steil

Die Seekarspitz‘ am Achensee geht aber allerweil.

 

Im August in den Rätikon

Mit den drei schönsten Gipfeln eine bärige Sache schon.

Kämpft man sich durch des Rachens Schlund

Übersteht des Bilkengrats Abgrund

Packt man der Sulzfluh Gipfelrund.

Bei Wolken, Nässe und Nebel

Sitzt Petrus allerdings am längeren Hebel.

Die Drei Türme lassen wir lieber sein

Und trinken auf der Lindauer Hütte Wein.

 

Es geht weiter über drei Jöcher nach Graubünden –

Solche Landschaft muss man erst finden!

Mutter Naturs Launen

Versetzen Dich in’s Staunen.

Sechs Stunden lang

Bis zur Schesaplanahütte unter wildem Felsenabhang

 

Geübte Geher meistern den Schweizer  Steig leicht

Das Panorama weit nach Süden reicht.

Die Schesaplana ist ein Rummelplatz

Vom Lünersee ja nur ein Halbtagessatz.

Viel schöner ist’s doch zu verweilen

Auf der Douglasshütte den Augenblick mit Freunden zu teilen.

 

Längst ist die Rundtour aber nicht vorüber

Braucht’s noch gut 4 Stund‘, in‘s Rellstal und Tschagguns hinüber.

Oder auch ein bisschen länger

Wenn man wird zum Käse-Fänger.

Sura Kees der Alpe Lün empfiehlt der Dichter

Wenn auch der Duft verzieht so manche Gesichter.

 

Im Vorkarwendel Stierjoch und Kotzen -

Viele werden wegen der anfänglichen Forststraße motzen -

Sind eine Riesentour,

Wenn man sich gut auskennt nur!

Leichtfertig Aspiranten muss ich warnen

Die Berge nach kurzem Stück Ihr Gesicht enttarnen!

 

Im September ist’s schließlich so weit,

Dass König Triglav uns zum dritten Mal schreit.

Vom letzten Jahr‘ wurd‘ uns gelehrt,

Die Julischen Alpen sind immer eine Reise wert!

Ehre, wem Ehre gebührt,

Geduldig Vorbereitung zum Gipfelerfolg führt.

 

Der Sommer war heiß und lang -

Auch im Oktober ihm kaum der Herbst die Oberhand abrang.

Mystisch wabernde Nebelschwaden

Morgendlich wenig zum Osterfeuerkopf einladen.

Einsame Steigspuren, gleich einer Himmelsleiter

Leiten zum Eschenloher Hirschberg weiter.

Durch’s Judental stieg man hinab in Richtung Wengen

Um das i-Tüpferl, die Asamklamm, noch dranzuhängen.

 

Nicht überall ist’s im November still

Doch lassen sich Winkel finden, wenn man will.

Sogar am Tegernsee –

Gut besucht wie eh und je

Gibt es Ecken,

Wo sich Reh und Hirsch verstecken.

So lernten wir den Ringspi[BH6] tz kennen,

zu dem sich kaum Touristen verrennen.

 

2018 wird noch ein paar Tage bleiben

Der Autor nun aber aufhört zu schreiben.

Sonst wird’s dem Leser zu lang

Und es verhallte – wie wäre das schade – der Worte klang.

 

So blicken wir gespannt auf’s Neue Jahr

Ereignisreich wird’s auf alle Fälle – das ist klar!

In diesem Sinne zu guter Letzt

Sei mit „Ein gutes Neues!“ ein Ende gesetzt.

 

VENEDIGER hÖHENWEG - SÜD